Motto 2026: Vom Damals zum Heute – "Mein Garten im Wandel"
Wie hat sich Ihr Garten im Laufe der Jahre verändert? Welche Ideen haben Sie umgesetzt, um ihn nachhaltiger, vielfältiger und lebenswerter zu gestalten? Genau diese Entwicklung steht im Mittelpunkt des Naturschutzpreises 2026 unter dem Motto "Mein Garten im Wandel".
Gärten sind weit mehr als nur Grünflächen. Sie sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Rückzugsorte für Menschen und wichtige Bausteine für den Natur- und Artenschutz. Naturnah gestaltete und ökologisch bewirtschaftete Gärten fördern die Artenvielfalt, verbessern das Mikroklima und tragen zu einer lebenswerten Umwelt bei.
Gesucht werden Gärten, die in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten bewusst weiterentwickelt wurden. Ob aus einer Rasenfläche eine blühende Wildblumenwiese entstanden ist, heimische Sträucher und Stauden gepflanzt wurden, versiegelte Flächen entsiegelt wurden oder neue Lebensräume und Wasserplätze für Insekten, Vögel und andere Tiere geschaffen wurden: Entscheidend ist die sichtbare Veränderung und ihr Nutzen für die Natur. Auch der Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel, ein sparsamer Umgang mit Wasser und Torf sowie die Förderung heimischer Pflanzenarten fließen in die Bewertung ein.
Teilnehmen können Privatgärten, Schulgärten sowie öffentliche Grünflächen, die Veränderungen des Lebensraums „Garten“ in seiner Vielfalt zeigen. Die Entwicklung sollte anhand von Vorher- und Nachher-Fotos dokumentiert werden. Dabei spielt die Größe des Gartens keine Rolle. Oft sind es die vielen kleinen Maßnahmen, die gemeinsam eine große Wirkung entfalten.
Die Jury bewertet nicht die Perfektion eines Gartens, sondern den Weg, der gegangen wurde. Im Mittelpunkt stehen Kreativität, Engagement und der Beitrag zur ökologischen Aufwertung. Vom Damals zum Heute: Zeigen Sie uns Ihre Garten-Geschichte und machen Sie sichtbar, wie aus Ideen, Geduld und Leidenschaft über Jahre und Jahrzehnte wertvolle Lebensräume entstehen.
Für die Bewerbung ist es von Vorteil, Ihr Objekt ausführlich zu beschreiben und durch Fotos zu dokumentieren. Ihre Vorher- und Nachher-Bilder sind ein wichtiges Kriterium für die schriftliche Bewerbung. Anmeldeschluss: 15. Juli 2026.
Bewertung und Preisverleihung durch fachkundige Jury
Die Bewertung wird durch eine Fachkommission im August 2026 unter Leitung von Dipl.-Ing. (FH) Gartenbau Hans Schilling, Tel. 09191/861095, vorgenommen. Bei sehr vielen Anmeldungen behält sich die Jury das Recht vor, anhand der Beschreibung, eine Vorauswahl zu treffen.
Besichtigungstermine vor Ort werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern telefonisch mitgeteilt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise werden im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im November 2026 verliehen.
Rückblick: VR Bank Bamberg-Forchheim verlieh zum 29. Mal Naturschutzpreis
Zum 29. Mal hat die VR Bank Bamberg-Forchheim den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Naturschutzpreis verliehen. Unter dem Motto „Auf gute Nachbarschaft! Die grüne Gartengrenze“ standen in diesem Jahr Hecken und ihre ökologische Vielfalt im Mittelpunkt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen aus der Region beteiligten sich mit kreativen und naturverbundenen Projekten. Insgesamt 26 Hobbygärtnerinnen und -gärtner sowie zwei öffentliche Institutionen überzeugten die Jury mit ihrem Engagement. Zwei Sonderpreise im Wert von jeweils 1.000 Euro gingen zusätzlich an besonders nachhaltige Projekte der Crowdfunding-Initiative der VR Bank Bamberg-Forchheim.
„Unsere Region lebt von Menschen, die oftmals im Verborgenen und voller Herzblut Verantwortung für ihre Gärten, ihre Nachbarschaft und die Natur vor der eigenen Haustüre übernehmen. Mit dem Naturschutzpreis wollen wir dieses Engagement für unsere reiche Natur- und Kulturlandschaft sichtbar machen und unterstützen“, betonte Alexander Brehm, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VR Bank Bamberg-Forchheim, bei der Preisverleihung am vergangenen Dienstag in der VR Bank-Filiale in Forchheim.
In Zusammenarbeit mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Forchheim zeichnete die Jury Projekte aus, die durch Artenvielfalt, ökologische Gestaltung und vorbildliche Integration in die Landschaft überzeugten. Insgesamt wurden 26 regionale Preisträgerinnen und Preisträger mit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld geehrt: von engagierten Hobbygärtnern bis hin zu privaten Initiativen und Vereinen.
Zu den Preisträgern in der Sonderkategorie Öffentliche Einrichtungen zählen der Obst- und Gartenbauverein Eggolsheim sowie die Initiative Kurgarten Egloffstein, die jeweils einen Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro erhielten. Beide Einrichtungen setzen sich seit Jahren aktiv für Artenvielfalt, Umweltbildung und nachhaltige Pflege öffentlicher Grünflächen ein.